Aktuelles

Hier finden Sie Informationen zu unseren Projekten, Workshops und Beratungsangeboten. 

29.09.2022

Förderaufruf für den Handlungsbereich zivilgesellschaftliche Distanzierungs- und Ausstiegsberatung

Das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ 2020-24 ermöglicht die Förderung zivilgesellschaftlicher Beratungsangebote in den jeweiligen Bundesländern. Das Landes-Demokratiezentrum (L-DZ) im niedersächsischen Justizministerium hat die Aufgabe, diese zu koordinieren und die entsprechenden Fördermittel an zivilgesellschaftliche Träger weiterzuleiten. Das L-DZ prüft und genehmigt die Anträge, koordiniert die Mittelweiterleitung, fördert den Kontakt zu relevanten Landesstrukturen sowie die fachliche Weiterentwicklung der Berater*innen und organisiert landesweite Netzwerktreffen zu ausgewählten Themen, Zielgruppen und/oder aktuellen Problemlagen. Niedersächsische gemeinnützige Träger können sich für die Förderung im Rahmen des neuen Bundesprogramms „Demokratie leben!“ beim L-DZ im niedersächsischen Justizministerium bewerben. Die Förderung erfolgt in Form eines Zuwendungsbescheids durch das Niedersächsische Justizministerium vorbehaltlich der Bereitstellung entsprechender Mittel durch Bund und Land.

Der vorliegende Förderaufruf bezieht sich ausschließlich auf den Handlungsbereich zivilgesellschaftliche Distanzierungs- und Ausstiegsberatung.

Förderaufruf

Antragsformular

Kosten- und Finanzierungsplan

Die verlinkten Dokumente sind nicht barrierefrei.

12.09.2022

Kleinprojekt: Erstellung eines queeren Kindermalbuchs

Im Rahmen einer Kleinprojektsförderung des Landes-Demokratiezentrum entwickelte eine Projektgruppe bestehend aus queeren Jugendlichen aus dem ländlichen Gifhorn ein eigenes, queeres Kindermalbuch. Dafür wurde gemeinsam überlegt, welche Malvorlagen für Kleinkinder geeignet seien und wie diese vielfältigere und queere Lebensweisen abbilden können. Dieses Malbuch wurde dann produziert und wird nun am Weltkindertag 2022 den Kindern in Gifhorn überreicht.
Dieses Projekt ist ein Beispiel dafür, wie Jugendliche partizipativ eingebunden werden, um ihre Umwelt aktiv selbst zum Besseren zu gestalten.

Bild von drei beispielhaft erstellten queeren Malbüchern

Durchgeführt wurde das Projekt vom Queeren Netzwerk Gifhorn e.V.
Dieser Verein setzt sich für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in allen Bereichen im gesamten Landkreis ein. Sie verstehen sich als Dachorganisation, unter der die einzelnen Projekte, Gruppen und Angebote ihren Platz finden und vertreten und gefördert werden. Sie vernetzen Menschen, betreiben Aufklärung, bieten und schaffen (Schutz-) Räume und helfen so dabei ein vielfältiges Gifhorn zu schaffen.

07.09.2022

Kein Platz für Transfeindlichkeit

Mit großer Trauer haben wir vom Tod Malte C.‘s am vergangenen Freitag erfahren. Malte C. griff am Christopher Street Day am 27.08.2022 ein, als zwei Besucherinnen lesbenfeindlich beschimpft und bedroht wurden. Der Tatverdächtige beleidigte Malte C. transfeindlich und schlug mehrmals auf ihn ein, sodass Malte C. so schwere Verletzungen erlitt, denen er schließlich erlag.

Queer- und transfeindliche Gewalt geht nicht nur von solchen Einzeltätern aus, sondern wird auch von prominenten Schriftsteller*innen, Politiker*innen, Wissenschaftler*innen und Sportler*innen, vertreten, die trans Frauen ihr Frausein und trans Männern ihr Mannsein und queeren Menschen grundsätzlich ihr Recht auf selbstbestimmte Existenz absprechen wollen. Dass diese Personen sich damit an der Abwertung und dem Ausschluss queerer und trans Personen aus der Öffentlichkeit beteiligen, sie zur Zielscheibe machen, und damit Transfeindlichkeit im Speziellen und Queerfeindlichkeit im Allgemeinen „salonfähig“ machen und einen Schulterschluss mit rechter Ideologie vollziehen, wird dabei oft vergessen. Denn, so oftmals die Rechtfertigung, dass sei alles von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Das Landes-Demokratiezentrum sieht es als seine Aufgabe nicht nur die demokratische Kultur im Land zu fördern, sondern auch für die Akzeptanz marginalisierter Gruppen als gleichberechtigte Teile der Gesellschaft einzutreten. Dies beinhaltet selbstverständlich auch, dass wir jegliche Form von Queerfeindlichkeit und Transfeindlichkeit, ebenso wie Rassismus, ablehnen und ihnen entgegentreten.

14.08.2022

Lokal, Regional, Landesweit – Vernetztes Arbeiten in der Primärprävention von religiösbegründeter Radikalisierung

Die Broschüre bietet einen Einblick in die präventive Arbeit des Netzwerks lokaler Fachstellen des Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen (L-DZ) an den Standorten Hildesheim, Göttingen, und Osnabrück. Diese Fachstellen sind im Bereich der primären Prävention von religiös-begründeter (Islamismus) Radikalisierung, antimuslimischen Rassismus sowie Demokratiefeindlichkeit tätig.

Sie stellt die Bedeutung niedrigschwelliger, lokaler, primärpräventiver Arbeit in der Auseinandersetzung mit demokratiefeindlichen Einstellungsmustern (insbesondere Islamismus) und der Vorbeugung von Radikalisierungsprozessen in den Mittelpunkt und bietet dabei Einblicke in die tägliche Arbeit und ihre Herausforderungen. Darüber hinaus informiert die Broschüre über bedarfsorientierte und den lokalen Gegebenheiten angepasste Präventionsarbeit und gibt Anregungen für den Aufbau eigener Projekte und Maßnahmen.

Inhaltliche Schwerpunkte: Antimuslimischer Rassismus, Beratung, Gewalt, Integration, Jugendarbeit, Politische Bildung, Religion, Religiöse Radikalisierung, Schule, Vernetzung

Weitere Materialien des Projektträgers

05.08.2022

Einladung zu „Frauen und Rechtsextremismus“ am 02.09.2022

Das Landes-Demokratiezentrum beim Landespräventionsrat Niedersachsen, der Landesfrauenrat Niedersachsen e.V., der Verein Gleichberechtigung und Vernetzung e.V. sowie das Europäische Informationszentrum (EIZ) Niedersachsen möchten Sie herzlich dazu einladen, an der Veranstaltung teilzunehmen und mitzudiskutieren.

Die Gefahren durch rechtsextreme Strömungen fordern die europäischen Staaten massiv heraus. Wie sehr rechtsextremes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist, haben uns erneut die Präsidentschaftswahlen in Frankreich vor Augen geführt. Die Gründe für diese globale Entwicklung sind mannigfaltig. Dabei wird der Bedeutung von Frauen innerhalb rechtsextremer Ideologien, aber auch als zentrale Akteurinnen in der Szene oft unzureichend Aufmerksamkeit geschenkt. Auch sind Frauen wesentlich öfter als Männer persönlichen Angriffen oder Drohungen
ausgesetzt. Eine Gesellschaft kann allerdings nur funktionieren, wenn Menschen, auch gerade Politikerinnen, diese Gesellschaft paritätisch mitgestalten, angstfrei reden, agieren und aktiv sein können.
In dieser Veranstaltung wollen wir uns aus unterschiedlichen Perspektiven gezielt der Rolle der Frau in rechtsextremen Ideologien, Szenen und militanten Strukturen im europäischen Kontext widmen. Dabei gehen wir der Frage nach, warum der Einstieg in den Rechtsextremismus vermehrt über frauenfeindliche und antifeministische Strömungen erfolgen kann. Welche Rolle spielt
das Internet für das Erstarken dieser Szene? Wie wirken sich frauenfeindliche Motive bei rechtsextremen Tätern aus? Außerdem wollen wir dem vermeintlichen Paradoxon nachgehen, warum rechtsextreme Propagandaarbeit gerade über Influencerinnen so erfolgreich ist.

Wir laden Sie ein, am 02.09.2022 um 13:30 Uhr unserem Panel zuzuhören und mitzudiskutieren! Hier geht es zum Programm und zur Anmeldung.

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an: ayda.candan@mj.niedersachsen.de .

05.08.2022

Einladung zum Symposium am 22.08.2022

Das Landes-Demokratiezentrum und der Landespräventionsrat im Niedersächsischen Justizministerium möchten Sie herzlich einladen, sich unser Symposium vorzumerken.

Das Kriegsgeschehen in der Ukraine hat tiefgreifende Auswirkungen für unsere Sicherheit, Wirtschaft und Gesellschaft. Für die Radikalisierungsprävention drängt sich die zentrale Frage auf, wie durch den Krieg extremistische und populistische Kräfte beeinflusst werden, sich möglicherweise neue Radikalisierungspotenziale herausbilden. Auf dem Symposium am 22. August 2022 richten wir den Blick auf die rechtsextreme Szene, ihren Erscheinungsformen und Entwicklungen im Kontext des Ukrainekrieges. Dazu wollen wir uns gemeinsam mit Fachleuten aus unterschiedlichen Perspektiven intensiv und angeregt austauschen.

Wir freuen uns, wenn Sie sich den Termin vormerken und wir Sie am 22.08.2022 in Hannover begrüßen können!

Bei Rückfragen wenden Sie sich gerne an: ayda.candan@mj.niedersachsen.de .

Das Programm des Symposiums „Die rechtsextreme Szene im Kontext des Ukraine Krieges“ finden Sie hier.

06.04.2022

Öffentliche Vergabe zur Durchführung einer Workshop-Reihe

Öffentliche Vergabe zur Durchführung einer Workshop-Reihe

 

„Wie stelle ich erfolgreich einen Antrag?“

 

Frist zur Einreichung von Angeboten: 11.05.2022

Wert: 5.000 € (brutto)

 

Das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen (L-DZ) führt zur Durchführung einer Workshop-Reihe zum Thema „Wie stelle ich einen Förderantrag“ mit der Zielgruppe kleinerer Vereine, insbesondere migrantischer Selbstorganisationen, ein Vergabeverfahren durch.

 

Ausschreibungstext (pdf.- nicht barrierefrei)

Vertragsentwurf (pdf. -nicht barrierefrei)

09.03.2022

Leitfaden "Erkennen antisemitischer Straftaten" erschienen

Der Leitfaden soll dazu dienen, die Handlungssicherheit von Mitarbeitenden bei Justiz und Polizei, die bisher wenige Berührungspunkte mit dem Thema Antisemitismus hatten, zu stärken. Wesentliches Element ist dabei eine umfangreiche Checkliste, die sich ganz konkret im Arbeitsalltag anwenden lässt. Darüber hinaus erhält der Leitfaden umfangreiche Hintergrundinformationen zum Themenbereich.

Er wurde unter Mitwirkung staatlicher und zivilgesellschaftlicher Institutionen unter der Federführung des L-DZ entwickelt. Neben dem L-DZ waren die Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus für Demokratie Niedersachsen und die Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus Niedersachsen an der Erarbeitung der Inhalte beteiligt.

Zur inhaltlichen und fachlichen Unterstützung wurde ein Beirat aus folgenden Institutionen geschaffen: Beratungsstelle für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt Niedersachsen, Generalstaatsanwaltschaft Celle, Niedersächsisches Justizministerium, Landesbeauftragter gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens, Landeskriminalamt Niedersachsen, Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen K.d.ö.R., Polizeiakademie Niedersachsen, Polizeiinspektion Verden/Osterholz, Staatsanwaltschaft Oldenburg.

http://ldz-niedersachsen.de/html/download.cms?id=150&datei=LDZ-Leitfaden-Antisemitische_Straftaten-A4-DRUCK-uncoated-v2-150.pdf

28.02.2022

Neue Fachstelle - HORiZONT

Das Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen fördert im Bereich Prävention religiös-begründeter Radikalisierung seit dem 01.01.2022 eine neue regionale Fachstelle in Göttingen in seinem landesweiten Netzwerk lokaler Fachstellen.  HORiZONT – Fach- und Beratungsstelle zur Förderung religiöser Vielfalt und gelebter Demokratie in Trägerschaft von Bildung und soziale Innovation gGmbH tritt damit nahtlos an die Stelle der bisherigen Fachstelle radiPräv in Göttingen. Der Liberal Islamische Bund e.V. ist in der Durchführung  Kooperationspartner von HORiZONT. Einen ersten Eindruck in die Arbeit der Fachstelle vermittelt seine Homepage.

23.02.2022

Stellenausschreibung für Mitarbeit im L-DZ

Im Landes-Demokratiezentrum(L- DZ), das ein umfassendes Informations-, Aufklärungs- und Präventionsangebot im Bereich religiös-begründete Radikalisierung und anti-muslimischer Rassismus z.B. für Kommunen, pädagogische Einrichtungen, Vereine und Verbände in
Niedersachsen ermöglicht, ist zeitnah ein Arbeitsplatz für
eine*n Bearbeiter* zu besetzen.

Bewerbungsfrist ist der 10. März 2022.

Nähere Informationen können dem angehängten PDF-Dokument entnommen werden.

 

http://ldz-niedersachsen.de/html/download.cms?id=148&datei=2500_I_HB_105_3_22_Stellenausschreibung-148.pdf