Workshops

Wir bieten Workshops rund um die Themenbereiche Vorbeugung von Hinwendungen zur rechtsextremen Szene und Förderung früher Abwendungsprozesse an:

  • Warum wenden sich junge Menschen der rechtsextremen Szene zu und wie kann dem auf praktischer Ebene entgegengewirkt werden?
  • Warum wenden sich Menschen wieder vom Rechtsextremismus ab? Und wie können im eigenen Tätigkeitsumfeld alltagsnah Impulse gesetzt werden, um Abwendungen, möglichst frühzeitig unterstützen zu können – ohne jedoch selbst Ausstiegsarbeit leisten zu müssen?

Unser Angebot ist ausgelegt für Fachkräfte und Ehrenamtliche aus Schule, Jugendhilfe, Jugendpflege, Vereinen, Verbänden, Justiz und Polizei. Es richtet sich an alle Personen, die mit jungen Menschen mit Rechtsextremismusbezug in Kontakt stehen. Junge Menschen, die also entweder Gefahr laufen könnten, sich der rechtsextremen Szene zuwenden, die dies bereits tun oder sich gar als Teil auch nur loser rechtsextremer Gruppierungen verstehen.

Die im Folgenden skizzierten Workshop-Angebote können kostenfrei in Anspruch genommen werden. Individuelle Fragestellungen können vorab abgesprochen und in die Workshops integriert werden. Alle skizzierten Maßnahmen finden vor Ort bei den Anfragenden statt.

Hinwendungsprozesse zur rechtsextrem orientierten Szene

Rechtsextrem orientierte Szenehinwendungen bzw. Zugehörigkeitsverläufe sind prinzipiell individuell begründet und daher schwer zu verallgemeinern. Trotzdem treten bestimmte Marker immer wieder in den Erzählungen von Betroffenen hervor, die darauf hinweisen, warum sie sich der rechtsextremen Szene zugewandt haben.

In einem Workshop werden wir mithilfe von ausgewählten biographischen Textbeispielen Merkmale bzw. Begründungen herausarbeiten, die in der Hinwendung Wirksamkeit entfalten können. Diese Begründungen klopfen wir einerseits darauf ab, welche Erfahrungen junge Menschen in den jeweiligen Tätigkeitsfeldern der Workshopteilnehmer*innen machen können, die unter Umständen Hinwendungsprozesse unbeabsichtigt befördern könnten. Und wir werden darauf schauen, wie und ob es möglich ist, diesen Entwicklungen im eigenen Tätigkeitsumfeld etwas entgegensetzen zu können. Ein Schwerpunkt wird auch darauf gelegt, den individuellen und professionellen Grenzen der Workshopteilnehmer*innen Raum zu geben. Wir werden darüber hinaus gemeinsam nach Möglichkeiten zu suchen, anlassbezogen Dritte einzubeziehen, die in der Lage sind, auftretende Problemlagen konstruktiv zu bearbeiten.

Dauer: ca. 3 Std.

Entwicklung von Ausstiegsmotiven

Im Workshop wird gezielt die Entwicklung von Ausstiegsmotiven in den Fokus genommen. Ebenso vielfältig und individuell gestaltet wie die Motive der Hinwendung zur rechtsextremen Szene, bilden sich die Motive der Abwendung von rechtsextremen Bezügen ab.

Wir arbeiten anhand ausgewählter biographischer Textbeispiele Begründungen heraus, warum sich Menschen von der rechtsextremen Szene zu entfernen wünschen. Wir werden gemeinsam Entwicklungen und Marker identifizieren, die sich häufig in diesem Zusammenhang finden lassen. Diese Begründungen setzen wir in Bezug zu den Tätigkeitsfeldern der Workshopteilnehmer*innen und erörtern, welche abwendungsfördernden Erfahrungen sich hier grundsätzlich finden lassen. Daran anknüpfend diskutieren wir individuelle Ideen und Möglichkeiten, der Entwicklung von Ausstiegsmotiven im unmittelbaren Tätigkeitsfeld der Workshopteilnehmer*innen bereits möglichst frühzeitig Vorschub zu leisten. Ein weiterer Fokus liegt darauf, gemeinsam Anlässe zu identifizieren, die eine Einbindung Dritter zur Bearbeitung auftretender Problemlagen erforderlich erscheinen lassen. In diesem Zusammenhang diskutieren wir auch die individuellen und professionellen Grenzen der Workshopteilnehmer*innen im Zusammenhang mit der Förderung von Abwendungsmotiven.

Dauer: ca. 3 Std.

 

Kontakt
Landes-Demokratiezentrum beim Landespräventionsrat Niedersachsen
Stefan Tepper

Torhaus am Aegi
Siebstraße 4
30171 Hannover

Telefon 0511 1208711
Telefax 0511 99 1208711
E-Mail stefan.tepper@ldz.niedersachsen.de
Web www.ldz-niedersachsen.de