Prävention von Antisemitismus

Im Bereich der Prävention von Antisemitismus fördert das L-DZ seit 2020 mit Mitteln des Landes insgesamt drei Projekte, die niedersachsenweit umgesetzt werden.

Der Landesverband Israelitischer Kultusgemeinden in Niedersachsen K.d.ö.R. setzt ein Projekt zur Stärkung des Dialogs jüdischer und nicht-jüdischer Niedersachsen um. Das Projekt zielt insbesondere auf die Sichtbarmachung heutigen jüdischen Lebens in Niedersachsen.

Im Bereich des Fußballs ist eine Auseinandersetzung mit Antisemitismus unter den Fans der großen Profivereine wie auch im Amateurbereich geboten. Hierauf reagiert die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, die eine Förderung für die Erhebung und Entwicklung von Präventionsmaßnahmen im Bereich des Fußballs erhalten hat. Das Projekt hat das Potential über den Breitensport eine große Zahl an Personen zu erreichen und für zeitgenössische Formen des Antisemitismus zu sensibilisieren, sowie antisemitische Haltungen zu bekämpfen oder ihrer Entstehung vorzubeugen.

Als drittes Projekt wird die Einrichtung einer Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus (abgekürzt „RIAS“) für das gesamte Gebiet Niedersachsens unterstützt. Aufgebaut wird sie durch die Amadeu-Antonio-Stiftung in Kooperation mit der Hochschule Hannover. Neben der Herstellung von Vergleichbarkeit mit den Entwicklungen in anderen Bundesländern kann die Arbeit der RIAS die von den polizeilichen Statistiken nicht erfassten Vorkommnisse unterhalb strafrechtlicher Relevanz sichtbar machen, eine Grundlage für weitere präventive Maßnahmen bieten und niedersächsischen Jüdinnen und Juden ebenso wie der gesamten Bevölkerung ein niedrigschwelliges Angebot zur Meldung entsprechender Vorkommnisse anbieten.

 

Kontakt L-DZ: 

Bei Fragen können Sie sich auch an das Landes-Demokratiezentrum wenden:

E-Mail: landes-demokratiezentrum@lprnds.de

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